Gästebuch

Wie alles begann

 

Es hatte sich rumgesprochen, dass ich meinen Audi 80 Quattro verkaufen will. Meine Schwester meinte, Ingo braucht ein Auto fürs Stoppelfeld-Rennen. Ich dachte mir noch so „Mein schöner Audi“, aber egal, kein Kat, der muss weg, von mir aus auch dafür.

Als das Auto fertig wurde und das Rennwochenende vor der Tür stand, wollte ich unbedingt sehen, was dem Auto so alles passieren kann.

In Gannerwinkel angekommen, sah ich, dass das alles sehr interessant aussah, bloß das alle gerade den Audi rammen mussten, war nicht schön. Das Wochenende ging vorüber, und wenn ich mich recht erinnere, machte Ingo sogar noch den sechsten Platz. „Tja, MEIN AUDI“. Das Jahr darauf schaute ich wieder zu und sagte mir „das kannst du auch“

Anscheinend zu laut, weil nach ein paar Tagen sagte mir jemand, da will einer seinen Polo verschenken. Ich fuhr zu Ingo und fragte ihn, ob man mit einem 75 PS Polo in Gannerwinkel eine Chance hätte. Er sagte nur, dass müsse ich selber rausfinden. Also nahm ich den Polo und konnte ihn erstmal bei Ingo unterstellen, wo wir ihn auch dann zusammengebraten haben. Nun stand mein erstes Rennwochenende vor der Tür, oh man war ich nervös. Endlich angekommen, musste ich auch gleich zur Abnahme und da hatten die Veranstalter auch gleich 2 Mängel. Die Ecken vom Rammschutz mussten abgerundet werden und der Endtopf war zu lose. Die Ecken wurden mit ´nem großen Hammer abgerundet und der Endtopf wurde einfach abgebaut. Bei der 2. Abnahme bekam ich dann meinen Aufkleber und konnte am Rennen teilnehmen. Beim Zeitfahren hatte ich dann auch meine allererste Testrunde, die ich, wenn’s nach mir gegangen wäre, des Öfteren wiederholt hätte. 2 Stunden später stand ich dann am Vorstart, wo es mir richtig mulmig in der Magengegend wurde. Die Flagge ging runter und ich gab Gas, kam auch ziemlich gut vom Fleck und ehe ich mich versah, hatte ich noch vor der Kurve meinen ersten Überschlag hinter mir. Das war mein erster Lauf, die anderen 3 Läufe waren auch nicht so berauschend, irgendwie wollte der Polo nicht so wie ich wollte. Enttäuscht fuhr ich mit einer Platzierung zwischen 40+50 nach Hause. Das nächste Jahr muss besser werden. Und so holte ich mir gleich mehrere Leute vom Fach und lies sie am Polo rumschrauben. Es hat sich zwar nicht viel verändert, aber der Motor behielt diesmal seine Leistung, wie ich dann im 2. Jahr feststellen musste. Das hat mir auch gleich den 23. Platz eingebracht.

Ohne große Änderung ging es dann in mein 3. Jahr (2002). Bei der Fahrerbesprechung dann der große Schreck, 10 Fahrzeuge pro Rennen. Das konnte ja heiter werden. Aber so schlimm war es gar nicht, in meinem 1. Lauf macht ich sogar den 1. Platz, besser konnte es nicht laufen. Im 2. Lauf war dann aber nur der 2. Platz drin. Im 3. Lauf Platz 4 und im 4. Lauf durch eine Rangelei mit einem Streithahn nur Platz 5. Da ich beim Rodeo nicht mitfahren wollte, haben wir den Polo gleich aufgeladen und wollten beim Rodeo noch zuschauen. Als wir uns dann bei den Zuschauern zwischengestellt hatten, auf einmal eine Lautsprecherdurchsage „die Startnummer 523,76 und 81 bitte noch einmal zum Vorstart“. Als ich die Nummer 81 hörte, dachte ich, das kann nicht sein, aber meine Helfer hatten das Gleiche gehört und sind dann mit einem Affenzahn zurück ins Fahrerlager, um den Polo wieder abzuladen. Gut ein Stechen, das kann doch dann nur noch um einen Pokalplatz gehen. Das ich es so weit geschafft habe, hätte ich nie gedacht. Das stechen hat dann aber leider die Nummer 76 gewonnen und ich nur den 2., aber das hat mir noch den 7. Platz gebracht.

Ich will nur hoffen, dass ich mich auch nächstes Jahr wieder steigern kann.

In diesem Sinne bis nächstes Jahr, ich freu mich schon.

(81)

 

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